Aktuelles
Stellenausschreibungen
Aktuell ist eine Studentische Hilfskraftstelle im Labor für Demokratiebildung für die Unterstützung multimedialer Vorhaben zu besetzen. Bewerbungsfrist ist der 30. März 2026.
Alle relevanten Angaben finden Sie hier.
News, Infos und Termine
Das Labor für Demokratiebildung lädt im Kontext des Tags zur Demokratiegeschichte zum Austausch ein
Samstag, den 21.3.2026 von 10-13 Uhr
2026 wird in Deutschland erstmals der 18. März als Tag der Demokratiegeschichte gefeiert, der für das jahrhundertelange deutsche Ringen um Demokratie steht. Bundesweit finden vom 18. bis 22. März über 250 Veranstaltungen statt. Auch das neue Forschungs- und Reflexionslabor für Demokratiebildung stellt sich in diesem Kontext vor und vertritt am 21. März Niederbayern zum Tag der Demokratiegeschichte (siehe Übersichtskarte von Veranstaltungen).
Es lädt Besucherinnen und Besucher auf dem Studieninfotag der Universität Passau dazu ein, gemeinsam über die Bedeutung offener Gesellschaften ins Gespräch zu kommen und Einblicke in seine Projekte der historisch-politischen Bildung zu erhalten, darunter: Oral-History-Interviews zu Diktaturerfahrungen in der DDR, Unterrichtsmodule für Schulen, Forschungsprojekte sowie Formate für den Austausch mit der Öffentlichkeit.
Ort: Zentrum für Medien und Kommunikation (ZMK) der Universität Passau, Raum 004, am Stand "Politik und Gesellschaft" (Innstr. 33a, 94032 Passau)
Vgl. hierzu die Pressemeldung der Universität Passau vom 19.3.2026 und einen Artikel in der PNP, 20.3.2026: "Leben in der Diktatur" über das Labor für Demokratiebildung
Veröffentlichung des aktuellen Democracy Reports gibt Anlass zu großer Sorge

Der aktuelle Democracy-Report des Varieties of Democracy Institute der Universität Göteborg (Schweden) verdeutlicht die weltweite Ausbreitung von Autokratien und das Schwinden von liberalen Demokratien.
Am Tag der Demokratiegeschichte, dem 18. März 2026, widmet das ZDFheute dem Thema einen ausführlichen Beitrag und lässt die Demokratieforscherin Marina Nord von der Universität Göteborg zu Wort kommen.
Oral-History-Interview zu Diktaturerfahrungen in der DDR für multimediale Lehr-/Lernprojekte (17.3.2026)
Am 17. März 2026 fand im Medienzentrum der Universität Passau das erste Oral-History-Interview im Rahmen des Projektes "Passauer Zeitzeugen über Diktaturerfahrung und Flucht: Perspektiven für die Demokratiebildung" statt. Zu Gast waren Bernd und Dr. Elke Dämmrich, die im Oktober 1977 bei einem Fluchtversuch aus der DDR verhaftet und von ihren Kindern getrennt worden waren. Zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, wurden sie schließlich als politische Häftlinge freigekauft und durften 1979 nach Passau ausreisen. Ein halbes Jahr später konnten auch ihre Kinder nach Passau nachkommen.
Das Videomaterial des dreistündigen Gesprächs wird in den kommenden Semestern gemeinsam mit Lehramtsstudierenden inhaltlich analysiert und für Lehrprojekte zur Reflexion über Themen wie Freiheit und Unfreiheit in politischen Systemen, Menschenrechten, politisches Handeln und Resistenz aufbereitet.
Wir danken Bernd und Elke Dämmrich sehr für ihre Bereitschaft, ihre Lebenserfahrungen in diesem Rahmen mit uns und unseren Studierenden zu teilen. Ulrich Schwarz und Florian Tettenhammer danken wir für die professionelle technische Begleitung und Unterstützung des Interviews im Medienzentrum der Universität Passau.
Mehr Infos zu unserem Projekt sind nun auch online im Blog des Medienzentrums der Uni Passau: "Oral History im TV-Studio: Ein Seminarkonzept schlägt Brücken zwischen Wissenschaft und Schule".



Vernetzung und fachlicher Austausch zu Demokratiebildung an Hochschulen (13.3.2026)

Am 13. März 2026 nahmen Prof. Dr. Inken Heldt und Dr. Linda v. Keyserlingk an der interdisziplinären Konferenz „Demokratiebildung als Aufgabe der Hochschulen?“an der Universität Münster teil. Gemeinsam mit Fachkolleginnen und -kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten sie, welchen Beitrag Hochschulen in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung zur Förderung demokratischer Kompetenzen leisten können – und welche Verantwortung ihnen dabei zukommt.
Vortrag von Linda von Keyserlingk auf einer Tagung zu Hate Speech an der Universität Budweis (13.11.2025)

Auf der internationalen und interdisziplinären Tagung "Grundfiguren des Hasses. Hate Speech in aktuellen und historischen Diskursen", die vom 12.-14. November 2025 am Germanistischen Institut der Südböhmischen Universität Budweis stattfand, hielt Linda v. Keyserlingk im Kontext von Widerstand und Resistenz gegen Hassreden und Diffamierungen den Vortrag "Poesie versus Hate Speech - Reiner Kunze und die Kraft der stillen Worte".
Zeitzeugengespräch zu Diktaturerfahrungen in der DDR im Rahmen der Wochen zur Demokratie (9.11.2025)

Die in Passau lebende Familie Dämmrich erlebte in der SED-Diktatur nach einem gescheiterten Fluchtversuch Haft und Repressionen. 1979 konnte sie über einen Freikauf von politischen Häftlingen in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen. Die Geschäftsführerin des Labors für Demokratiebildung, Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein, reflektierte im Gespräch mit Bernd Dämmrich und seiner Tochter Dr. Ute Willersinn den Wert von Grund- und Menschenrechten in Demokratien.
Auftaktveranstaltung des Labors für Demokratiebildung (24.10.2025)

Das Labor für Demokratiebildung feierte am 24. Oktober 2025 mit zahlreichen Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft seine Auftaktveranstaltung. Staatsminister Dr. Florian Hermann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, betonte in seinem Grußwort die aktuelle Bedeutung von Demokratiebildung. Prof. Inken Heldt und Dr. Linda v. Keyserlingk stellten das Konzept des Labors vor. Sebastian Ritschel, Intendant des Theaters Regensburg, hielt einen Impulsvortrag. In einem Podiumsgespräch mit Vertreter*innen aus Kultur, Bildungseinrichtungen und der Zivilgesellschaft wurden die Perspektiven und Herausforderungen der Demokratiebildung diskutiert. Der Schriftsteller Reiner Kunze war als Ehrengast anwesend.
Kooperationsverträge zur Gründung des Labors für Demokratiebildung feierlich unterzeichnet (14.7.2025)

Zur Gründung des Labors für Demokratie sind am 14. Juli 2025 Kooperationsverträge der Universität Passau mit der Schwarz-Jany-Stiftung und der Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung feierlich unterzeichnet worden.
Unser Kooperationspartner, die Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung, ist nun online (19.3.2025)

Unter www.kunze-stiftung.de erhalten Interessierte Informationen über den Stiftungszweck, das Stifterpaar, das Stiftungsarchiv und das Stiftungsteam sowie über aktuelle Projekte, Ereignisse, Publikationen und Kooperationen, darunter auch mit der Universität Passau.
Veranstaltungshinweise (externe Veranstaltungen)
STREIT/GEIST trainieren – Für eine lebendige Demokratie (1. April 2026)
Jeden ersten Mittwoch im Monat findet ein STREIT/GEIST-Stammtisch statt – ein fester Termin für Austausch, Vernetzung und neue Impulse rund um konstruktive Streitkultur.
Am 1. April wird es von 19 Uhr bis 19:45 Uhr um die STREIT/FÖRDERER-Ausbildung gehen. Inhalte, Ziele und Ablauf der Ausbildung werden vorgestellt. Es wird der Frage nachgegangen, wie Menschen befähigt werden können, Streitprozesse konstruktiv zu begleiten und demokratische Gesprächsräume zu stärken.
Eingeladen sind alle, die mehr über die Ausbildung erfahren möchten – ob aus Neugier, mit dem Gedanken an eine Teilnahme oder mit Interesse an einer Weiterempfehlung.
Die Idee der STREIT/FÖRDERER ist, wieder gut streiten zu lernen: "Unsere Demokratie lebt von Vielfalt, von Diskussionen und davon, dass wir uns wertschätzend mit Andersdenkenden auseinandersetzen. Doch unsere Gesellschaft scheint diese Fähigkeiten in den letzten Jahren zu verlieren."
"Die wunderbaren Jahre" - Aufführung in der Semperoper Dresden ab Oktober 2026
Wie wächst man als junger Mensch in einem Staat auf, an den man selbst nicht mehr glaubt? Der Schriftsteller Reiner Kunze übt 1976 in seinem Prosaband "Die wunderbaren Jahre" scharfe Kritik an den polititischen Verhältnissen in der DDR. Seine Prosa-Texte wurden zur Zeit des Kalten Krieges in die Bundesrepublik übermittelt und dort der Öffentlichkeit zugänglich.
Nun kehrt sein Bestseller zurück nach Sachsen, wo Kunze akademisch gewirkt hat. Ab Oktober 2026 bis Juli 2027 bringt der Komponist Torsten Rasch in der Dresdner Semperoper Kunzes Werk musikalisch in Form einer Kammeroper auf die Bühne.
Bereits im Juni 2025 unternahmen Studierende der Universität Passau im Rahmen zweier an der Professur von Prof. Dr. Inken Heldt angebotener Seminare eine Exkursion zur Uraufführung der Kammeroper "Die wunderbaren Jahre" von Torsten Rasch am Theater Regensburg.
Wochen zur Demokratie (2026)
Seit 2018 finden jedes Jahr im Herbst die Wochen zur Demokratie in Stadt und Landkreis Passau statt.
Das Programm für die Weiterentwicklung der demokratischen Kultur im 21. Jahrhundert besteht aus Diskussionsrunden, Workshops, Zeitzeugengesprächen, Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen, Tanz, Konzerten, Kabarett, Performance, Theater und Film.
Initiative: Passau liebt Demokratie (fortlaufend)
Mit der Kampagne "Passau liebt Demokratie" der Vereine “Gemeinsam leben & lernen in Europa” und “Fotoprojekt Lichtgestalten” zeigen Passauer Bürger und Bürgerinnen sowie bekannte Persönlichkeiten auf Social Media und großen Plakaten in der ganzen Stadt, warum ihnen Demokratie am Herzen liegt.
Das mobile Demokratielabor des Kreisjugendrings Passau (fortlaufend)
Das mobile Demokratielabor steht über den Kreisjugendring Passau seit 2025 Schulen, Gemeinden und Einrichtungen der Jugendarbeit bzw. Jugendhilfe zum kostenlosen Verleih zur Verfügung. Es umfasst eine bunte Materialsammlung, die verschiedene Anknüpfungspunkte für Demokratiebildung und Auseinandersetzung mit unterrichtsübergreifenden Themen bietet, wie sozialem Miteinander und Klassenklima, aber auch Ausgrenzung und Diskriminierung.
Infos zum Verleih findet ihr unter https://www.kjr-passau.de/jugendpflege/jugendpolitik-und-partizipation#demokratielabor

