Das Forschungs- und Reflexionslabor für Demokratiebildung (kurz: Labor für Demokratiebildung) ist als interdisziplinäre wissenschaftliche Einrichtung der Universität Passau in den Bereichen Forschung, Lehre und Transfer tätig. Es entwickelt insbesondere für künftige Lehrkräfte Angebote der politischen Bildung zur Stärkung einer offenen und liberalen Demokratie. Neben der Forschung und Lehre wird das Labor auch Bildungsangebote für die Öffentlichkeit schaffen. Es steht hierbei in enger Kooperation mit Vertretern der Zivilgesellschaft.
Das Labor öffnet Bildungs- und Reflexionsräume, um gemeinsam mit Studierenden den Wert von offenen Gesellschaften zu reflektieren und die Bedeutung von Grund- und Menschenrechten begreifbar zu machen.
Die Seiten des Labors für Demokratiebildung befinden sich derzeit im Aufbau. Wir bitten um etwas Geduld.
Für Ihre Fragen und Anregungen stehen wir derweil sehr gerne zur Verfügung:
Am 16. August 2026 feiert Reiner Kunze seinen 93. Geburtstag. Das Labor für Demokratiebildung der Universität Passau gratuliert ihm sehr herzlich! Wir nehmen den Geburtstag zum Anlass, um über aktuelle Fortschritte bei der Erschließung des Archivs der Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung und weiterer Projekte des Labors für Demokratiebildung mit Bezug zu Reiner Kunze zu berichten.
Anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2026 präsentiert die Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung die zweisprachige Ausstellung „Ich habe die tschechische Sprache geheiratet.“ Reiner Kunze und die tschechische Poesie auf dem Vorplatz der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main. Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung und Geschäftsführerin des Labors für Demokratiebildung der Universität Passau.
Die Ausstellung würdigt Reiner Kunzes enge Verbindung zur tschechischen Literatur und zeigt, wie Literatur Grenzen überwinden und zur Auseinandersetzung mit Freiheit und Demokratie anregen kann. Im Mittelpunkt stehen Kunzes Freundschaften mit den bedeutenden tschechischen Schriftstellern Ludvík Kundera, Milan Kundera und Jan Skácel. Zugleich beleuchtet die Ausstellung Kunzes Wirken als Übersetzer und literarischer Vermittler zwischen der tschechischen und der deutschen Poesie. Dabei verbindet sie die historischen Erfahrungen der Menschen in der damaligen Tschechoslowakei und der DDR mit Fragen, die auch für unsere demokratische Gegenwart von großer Bedeutung sind.
Anlässlich des Jahrestags des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 war Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein, Geschäftsführerin des Labors für Demokratiebildung, zu Gast auf dem Roten Sofa des NDR. Die Passauer Historikerin sprach über ihr Buch „Nur eine ‚ganz kleine Clique‘? Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944“ (2018), in dem sie das von der NS-Propaganda geprägte Bild einer „ganz kleinen Clique“ dekonstruiert. Mithilfe einer umfangreichen historischen Netzwerkanalyse macht sie die Vielfalt des Widerstands gegen das NS-Regime sichtbar. Im Gespräch unterstrich sie zudem die Bedeutung demokratischen Engagements zur Festigung von Rechtsstaatlichkeit und Freiheit in einer liberalen Demokratie.
Die aufgezeichnete Sendung ist in der Mediathek des NDR/ARD abrufbar.
Das Labor für Demokratiebildung gestaltete und koordinierte für die Universität Passau das Programm rund um den 2026 erstmals gefeierten bundesweiten „Ehrentag des Grundgesetzes“ (Projektleitung Dr. Linda v. Keyserlingk). Unter dem Motto "Für dich. Für uns. Für alle." ist während der Aktionstage zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar geworden.
Vom 21. bis 23. Mai fanden in Passau vielseitige Veranstaltungen für Studierende, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie die interessierte Öffentlichkeit statt.
Zur Projektseite der Aktionstage zum "Ehrentag des Grundgesetzes" (21.-23. Mai 2026)
Demokratie lebt vom Mitmachen. Im Rahmen der Aktionswoche an der Universität Passau zum Ehrentag des Grundgesetzes (Projektleitung Dr. Linda v. Keyserlingk, Geschäftsführung Labor für Demokratiebildung) wurde Demokratie auf vielfältige Weise erlebbar gemacht – durch Begegnung, Dialog und gemeinsames Nachdenken über gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Kultur.
Ein besonderes Highlight war das offene Dialogformat „Haltestelle. Demokratie vor Ort – Bring Dich ein und tausch Dich aus.“ am 23. Mai in der Passauer Innenstadt, organisiert vom Labor für Demokratiebildung und dem Forschungsprojekt TraUBe. Mitten im öffentlichen Raum entstanden spannende Gespräche, neue Perspektiven und ein lebendiger Austausch zwischen Bürgerinnen, Studierenden und Vertreterinnen aus Politik und Wissenschaft.
Zum Auftakt durften wir den Präsidenten der Universität Passau, Prof. Dr. Jan Schumann, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Passau, Andreas Rother, begrüßen, die sich aktiv an den interaktiven Stationen und Gesprächen beteiligten.
Eindrücke des Austausch- und Vernetzungstreffens zur Gestaltung der Verfassungsviertelstunde an Schulen am 21.5.2026 unter Leitung von Dr. Linda v. Keyserlingk, Dr. Sandra Kufner und Prof. Dr. Inken Heldt.
Die Teilnehmenden setzten sich dabei mit der Videoreihe „Stimmen für die Demokratiebildung im Klassenzimmer“ auseinander. Prominente Persönlichkeiten, wie z.B. die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja, wenden sich darin direkt an Schülerinnen und Schüler und teilen ihre Perspektiven auf zentrale Fragen der Demokratiebildung.
Eine Kooperationsveranstaltung des Labors für Demokratiebildung mit den DiLabs des ZLF der Universität Passau.
Die Workshops wurden vom Labor für Demokratiebildung den DiLabs am ZLF, den Forschungsprojekt TaCT-FoRSED sowie dem studentischen Moderationsteam des Klimapuzzle-Projekts organisiert. Workshopleitungen: Patrick Urlbauer, Dr. Hannes Birnkammerer, Dr. Stefan Christoph, Gundula Koch und Elena Junghanns.