Labor für Demokratiebildung
Das Forschungs- und Reflexionslabor für Demokratiebildung
Die Seiten des Labors für Demokratiebildung befinden sich derzeit im Aufbau. Wir bitten um etwas Geduld.
Für Ihre Fragen und Anregungen stehen wir derweil sehr gerne zur Verfügung:
Geschäftsführung: Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein, linda.keyserlingk-rehbein@uni-passau.de
Leitung: Prof. Dr. Inken Heldt, inken.heldt@uni-passau.de

Das Forschungs- und Reflexionslabor für Demokratiebildung (kurz: Labor für Demokratiebildung) ist als interdisziplinäre wissenschaftliche Einrichtung der Universität Passau in den Bereichen Forschung, Lehre und Transfer tätig. Es entwickelt insbesondere für künftige Lehrkräfte Angebote der politischen Bildung zur Stärkung einer offenen und liberalen Demokratie. Neben der Forschung und Lehre wird das Labor auch Bildungsangebote für die Öffentlichkeit schaffen. Es steht hierbei in enger Kooperation mit Vertretern der Zivilgesellschaft.
Das Labor öffnet Bildungs- und Reflexionsräume, um gemeinsam mit Studierenden den Wert von offenen Gesellschaften zu reflektieren und die Bedeutung von Grund- und Menschenrechten begreifbar zu machen.
Aktuelles
Literatur, Freiheit und Demokratie: Dr. Linda von Keyserlingk kuratiert Ausstellung zu Reiner Kunze in Frankfurt
Anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2026 präsentiert die Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung die zweisprachige Ausstellung „Ich habe die tschechische Sprache geheiratet.“ Reiner Kunze und die tschechische Poesie auf dem Vorplatz der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main. Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung und Geschäftsführerin des Labors für Demokratiebildung der Universität Passau.
Die Ausstellung würdigt Reiner Kunzes enge Verbindung zur tschechischen Literatur und zeigt, wie Literatur Grenzen überwinden und zur Auseinandersetzung mit Freiheit und Demokratie anregen kann. Im Mittelpunkt stehen Kunzes Freundschaften mit den bedeutenden tschechischen Schriftstellern Ludvík Kundera, Milan Kundera und Jan Skácel. Zugleich beleuchtet die Ausstellung Kunzes Wirken als Übersetzer und literarischer Vermittler zwischen der tschechischen und der deutschen Poesie. Dabei verbindet sie die historischen Erfahrungen der Menschen in der damaligen Tschechoslowakei und der DDR mit Fragen, die auch für unsere demokratische Gegenwart von großer Bedeutung sind.
Die Ausstellung geht auf die Wanderausstellung „Ich habe die tschechische Sprache geheiratet.“ Reiner und Elisabeth Kunze zurück, die 2023 im Beisein von Reiner Kunze an der Universität Passau eröffnet wurde und seither an mehreren Orten zu sehen war. Anlässlich der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, bei der Tschechien Gastland ist, wurde die deutsch-tschechische Ausstellung für den Außenbereich der Deutschen Nationalbibliothek neu konzipiert.
Die feierliche Eröffnung findet am 29. September 2026 um 19 Uhr im Vortragssaal der Deutschen Nationalbibliothek statt. Zu den Eröffnungsrednerinnen und -rednern zählen Frank Scholze, Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek, Prof. Tomáš Kubíček, Generaldirektor der Mährischen Landesbibliothek, sowie Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein, Geschäftsführerin des Labors für Demokratiebildung und Kuratorin der Ausstellung.
Das Labor für Demokratiebildung beteiligt sich darüber hinaus mit einem eigenen Bildungsangebot an dem Programm in der Deutschen Nationalbibliothek. In einem Workshop zur Demokratiebildung am 27. Oktober setzen sich Schulklassen mit den Themen Freiheit, Diktaturerfahrungen und Menschenrechte auseinander. Ausgehend von der Ausstellung erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, historische Zusammenhänge zu reflektieren, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und Bezüge zu ihrer eigenen Lebenswelt herzustellen.
Laufzeit der Ausstellung: 29. September bis 30. Oktober 2026
Ausstellungsort
Vorplatz der Deutschen Nationalbibliothek
Adickesallee 1, 60322 Frankfurt am Main
Eröffnungsveranstaltung
29. September 2026, 19.00 Uhr
Vortragsaal der Deutschen Nationalbibliothek, Frankfurt a. M.
Anmeldung erforderlich über die die Deutsche Nationalbibliothek (ab KW 34): zur Anmeldung
Kooperation
Deutsches Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek · Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung · Milan Kundera Bibliothek der Mährischen Landesbibliothek Brünn (MZK)
Förderer
Dr. Hans-Karl Fischer-Stiftung, Passau · Deutsch-tschechischer Zukunftsfonds, Prag
Begleitprogramm
27. Oktober 2026: Workshop zur Demokratiebildung für Schulklassen
Veranstalter: Labor für Demokratiebildung der Universität Passau in Kooperation mit der Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung und dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek
Ausstellungsteam
Dr. Linda v. Keyserlingk-Rehbein
Dr. Winfried Helm
Dionys Asenkerschbaumer
Renate Braun
Markus Gerstmeier, M. A.
Begleitender Ausstellungsband (dt./tschech.)
Linda v. Keyserlingk-Rehbein, Winfried Helm (Hg.), "Ich habe die tschechische Sprache geheiratet." Reiner und Elisabeth Kunze, 2. erw. Aufl., Berlin, 2025. (erhältlich im Buchhandel und auf der Verlagsseite des Lukas Verlags)
Weitere Infos zur Wanderausstellung
kunze-stiftung.de/de/aktuelles/204-wanderausstellung-ich-habe-die-tschechische-sprache-geheiratet
Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein zu Gast auf dem Roten Sofa des NDR

Anlässlich des Jahrestags des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 war Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein, Geschäftsführerin des Labors für Demokratiebildung, zu Gast auf dem Roten Sofa des NDR. Die Passauer Historikerin sprach über ihr Buch „Nur eine ‚ganz kleine Clique‘? Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944“ (2018), in dem sie das von der NS-Propaganda geprägte Bild einer „ganz kleinen Clique“ dekonstruiert. Mithilfe einer umfangreichen historischen Netzwerkanalyse macht sie die Vielfalt des Widerstands gegen das NS-Regime sichtbar. Im Gespräch unterstrich sie zudem die Bedeutung demokratischen Engagements zur Festigung von Rechtsstaatlichkeit und Freiheit in einer liberalen Demokratie.
Die aufgezeichnete Sendung ist in der Mediathek des NDR/ARD abrufbar.
Ein Fest für die Demokratie
Das Labor für Demokratiebildung gestaltete und koordinierte für die Universität Passau das Programm rund um den 2026 erstmals gefeierten bundesweiten „Ehrentag des Grundgesetzes“ (Projektleitung Dr. Linda v. Keyserlingk). Unter dem Motto "Für dich. Für uns. Für alle." ist während der Aktionstage zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar geworden.
Vom 21. bis 23. Mai fanden in Passau vielseitige Veranstaltungen für Studierende, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie die interessierte Öffentlichkeit statt.
Zur Projektseite der Aktionstage zum "Ehrentag des Grundgesetzes" (21.-23. Mai 2026)
Impressionen der "Haltestelle. Demokratie vor Ort" zum Ehrentag des Grundgesetzes
Offener Dialog am 23. Mai 2026 in der Passauer Fußgängerzone
Demokratie lebt vom Mitmachen. Im Rahmen der Aktionswoche an der Universität Passau zum Ehrentag des Grundgesetzes(Projektleitung Dr. Linda v. Keyserlingk, Geschäftsführung Labor für Demokratiebildung) wurde Demokratie auf vielfältige Weise erlebbar gemacht – durch Begegnung, Dialog und gemeinsames Nachdenken über gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Kultur.
Ein besonderes Highlight war das offene Dialogformat „Haltestelle. Demokratie vor Ort – Bring Dich ein und tausch Dich aus.“ am 23. Mai in der Passauer Innenstadt, organisiert vom Labor für Demokratiebildung und dem Forschungsprojekt TraUBe. Mitten im öffentlichen Raum entstanden spannende Gespräche, neue Perspektiven und ein lebendiger Austausch zwischen Bürgerinnen, Studierenden und Vertreterinnen aus Politik und Wissenschaft.
Zum Auftakt durften wir den Präsidenten der Universität Passau, Prof. Dr. Jan Schumann, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Passau, Andreas Rother, begrüßen, die sich aktiv an den interaktiven Stationen und Gesprächen beteiligten.
Impressionen des Vernetzungstreffens für Lehrkräfte "Stimmen für die Demokratiebildung im Klassenzimmer"
Eindrücke des Austausch- und Vernetzungstreffens zur Gestaltung der Verfassungsviertelstunde an Schulen am 21.5.2026 unter Leitung von Dr. Linda v. Keyserlingk, Dr. Sandra Kufner und Prof. Dr. Inken Heldt.
Die Teilnehmenden setzten sich dabei mit der Videoreihe „Stimmen für die Demokratiebildung im Klassenzimmer“ auseinander. Prominente Persönlichkeiten, wie z.B. die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja, wenden sich darin direkt an Schülerinnen und Schüler und teilen ihre Perspektiven auf zentrale Fragen der Demokratiebildung.
Eine Kooperationsveranstaltung des Labors für Demokratiebildung mit den DiLabs des ZLF der Universität Passau.
Impressionen der Workshops im Kontext des Ehrentags des Grundgesetzes
Medienkompetenz erwerben - Verschwörungsideologien dekonstruieren - Handlungsoptionen in der Klimakriese finden
Die Workshops wurden vom Labor für Demokratiebildungden DiLabs am ZLF, den Forschungsprojekt TaCT-FoRSED sowie dem studentischen Moderationsteam des Klimapuzzle-Projektsorganisiert. Workshopleitungen: Patrick Urlbauer, Dr. Hannes Birnkammerer, Dr. Stefan Christoph, Gundula Koch und Elena Junghanns.
Die drei Tätigkeitsfelder
Forschung
Offene Gesellschaften | Diktaturerfahrungen | Widerstand | Resistenz | Biografien | Menschenrechte | Ambiguitätstoleranz | Politische Medienbildung | Public History | Künstliche Intelligenz | Diskriminierungskritik | Partizipation | Gesellschaftliche Transformationsprozesse | Soziale Medien | Debattenkultur | Alltagsvorstellungen
Lehre
Lehrkräfteausbildung | Experimentieren und Erfahren | Historisch-politische Bildung | Interdisziplinarität | Zeitzeugeninterviews | Oral History | Digitale Transformation von Lernen und Lehren| Innovationen | Exkursionen | Offene Bildungsräume | Game Based Learning | Kritisch-reflexive Bildung Dialoge
Transfer
Vernetzung mit der Zivilgesellschaft | Veranstaltungen | Ausstellungen | Kooperationen mit Schulen, Bildungsträgern und Stiftungen


























