Diskussionen über kontroverse gesellschaftliche und politische Themen sind ein zentraler Bestandteil demokratischer Bildung. Doch angehende Lehrkräfte haben unterschiedliche Vorstellungen davon, wie solche Diskussionen gestaltet werden sollten. Dabei geben die drei Grundsätze des Beutelsbacher Konsenses Orientierung: das Überwältigungsverbot, das Kontroversitätsgebot und die Orientierung an den Interessen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Jedoch wird der Beutelsbacher Konsens mitunter fälschlich als Gebot politischer Neutralität interpretiert.
Unsere aktuelle Studie untersucht, wie politische Einstellungen und persönliche Hintergründe angehender Lehrkräfte mit ihren Vorstellungen zum Umgang mit kontroversen Themen zusammenhängen. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, Lehramtsstudierende darauf vorzubereiten, gesellschaftliche Streitfragen aufzugreifen und Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung einer eigenen Meinung zu unterstützen.
Die Studie kann hier nachgelesen werden: www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13540602.2026.2742264