Prof. Wolfram Schaffar von der Universität Passau organisierte das Panel „Mass Mobilizations between the Return of Student Protests and New Forms of Digital Protest – Positioning Southeast Asia in Social Movement Studies“. Daran beteiligt waren unter anderem Naruemon Thabchumpon von der Chulalongkorn University und Tuwanont Phattharathanasut von der Humboldt-Universität zu Berlin.
Im Mittelpunkt des Panels stand die Frage, welchen Beitrag die Erforschung sozialer Bewegungen in Südostasien zu den internationalen Debatten der Bewegungsforschung leisten kann. Diskutiert wurde insbesondere, wie Erfahrungen aus Südostasien in bestehende theoretische Ansätze integriert werden können und inwiefern aus den spezifischen historischen und gesellschaftlichen Kontexten der Region neue, kontextsensible Konzepte entstehen.
Prof. Schaffar stellte seinen Beitrag „Techno-Determinism versus Immaterial Work – The Autonomy of Social Movements on Platforms: The Example of the #MilkTeaAlliance and the #TikTokRefugees“ vor. Darin beschäftigte er sich mit dem Verhältnis von sozialen Bewegungen und digitalen Plattformen und nahm dabei unter anderem die Mobilisierungsformen rund um die Hashtags #MilkTeaAlliance und #TikTokRefugees in den Blick.
Bancharat Polpila, ebenfalls von der Universität Passau, präsentierte den Beitrag „The Role of Gen Z in the October 6 Commemoration“. Damit leistete sie einen Beitrag zur Diskussion über neue Formen politischer Beteiligung und Erinnerungskultur jüngerer Generationen.
Die Beiträge aus Passau unterstrichen die Bedeutung südostasiatischer Fallbeispiele für eine stärker global ausgerichtete Erforschung sozialer Bewegungen und zeitgenössischer Formen politischer Mobilisierung.


