Diese Diskussion setzt sich mit dem Sammelband Cosmopolitan Communication Studies: Toward Deep Internationalization auseinander. Die Herausgeber:innen und Autor:innen plädieren für eine kosmopolitische Neuausrichtung der Kommunikationswissenschaft, die über fortbestehende eurozentrische Perspektiven hinausgeht. Der vorgeschlagene kosmopolitische Ansatz setzt auf Inklusivität, Kontextsensibilität und die Anerkennung nichtwestlicher Wissensproduktion als eigenständige Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis und nicht lediglich als abgeleitete oder nachgeordnete Form von Wissen.
Indem der Band vergleichende und interdisziplinäre Perspektiven in den Vordergrund stellt, versteht er eine tiefgreifende Internationalisierung als praktisches wie auch ethisches Anliegen wissenschaftlicher Arbeit. Der Dialog mit Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen Weltregionen macht deutlich, dass Kosmopolitismus nicht nur als methodischer Ansatz, sondern auch als wissenschaftliche Haltung zu verstehen ist. Ziel ist es, epistemische Gewalt zu verringern, der autoritären Instrumentalisierung von Wissen entgegenzuwirken und eine echte globale Vernetzung in der Produktion kommunikationswissenschaftlicher Erkenntnisse zu fördern.
