ICBMS ist eine der führenden internationalen Konferenzreihen zur Forschung über Burma/Myanmar und bringt Forschende, lokale NGOs sowie Praktikerinnen und Praktiker der Entwicklungszusammenarbeit und Aktivistinnen und Aktivisten zusammen, die sich mit dem Land und den umliegenden Grenzregionen befassen.
Aung Khant Thu präsentierte die Ergebnisse seiner Masterarbeit mit dem Titel „Zwischen Menschenhandel und struktureller Gewalt: Wie junge Menschen aus Myanmar in die Betrugsindustrie gelangen“ im Rahmen des Panels „Zwischen Entscheidung und Zwang: Lebensgrundlagen junger Menschen, Menschenhandel und Betrugsökonomien in Grenzregionen“. In seiner Arbeit zeigt er, dass die Arbeitskräfte, von denen die Wirtschaft der Betrugsfabriken (Scam Compounds) abhängt, strukturell durch die Schließung legaler Wege zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Militärputsch von 2021 hervorgebracht werden. Der Eintritt in diese Anlagen ist daher weniger als freie Entscheidung, sondern eher als Ausdruck eingeschränkter Handlungsfähigkeit zu verstehen.

