Tropische Ökosysteme gehören sowohl zu den artenreichsten als auch zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen der Erde. Insbesondere tropische Wälder haben als Kohlenstoffspeicher eine globale Bedeutung für den Klimaschutz; vor Ort sind sie Lebensgrundlage für die lokale und oftmals indigene Bevölkerung. Angesichts der Gefährdung tropischer Biodiversität durch Entwaldung, Raubbau und den fortschreitenden Klimawandel, kommt der Tropenökologie als Forschungsrichtung eine zentrale Rolle zu. Die diesjährige Konferenz widmet sich den vielfältigen Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen menschlichen Eingriffen in tropische Ökosysteme und deren Artenvielfalt. Dabei werden sowohl vergangene Umweltveränderungen thematisiert als auch aktuelle Ansätze diskutiert, die den Schutz tropischer Ökosysteme mit ihrer nachhaltigen Nutzung vereinen können.
Renommierte internationale Referentinnen und Referenten werden zu Gast sein:
- Prof. Dr. Alexandre Antonelli von Kew Gardens in London, einer der weltweit führenden Botanischen Gärten im Hinblick auf die Biodiversitätsforschung
- Dr. Maria Fungomeli, Forscherin an den Nationalen Museen Kenias, thematisiert die Frage, wie sich Naturschutz und die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung miteinander vereinbaren lassen
- Dr. Bea Maas, Tropenökologin an der Universität Wien, erklärt, warum die tropenökologische Forschung für uns alle eine Rolle spielt
Weitere Keynotes halten Dr. Viola Heinrich (GFZ Potsdam), Prof. Dr. Rob Marchant (University of York, Großbritannien) und Dr. Alfredo Romero-Muñoz (Humboldt-Universität zu Berlin).
Mit rund 180 wissenschaftlichen Vorträgen sowie 40 Posterbeiträgen stößt die Konferenz auf großes internationales Interesse. Insgesamt werden mehr als 240 Teilnehmende aus 32 Ländern erwartet.
Ausgerichtet wird die Konferenz vom Lehrstuhl für Physische Geographie mit Schwerpunkt Mensch-Umwelt-Forschung an der Universität Passau unter der Leitung von Prof. Dr. Christine Schmitt in enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Tropenökologie (e.V.). „Wir wollen ein Zeichen setzen für die internationale Zusammenarbeit und die gemeinsame Forschung zur Artenvielfalt und zum Schutz der tropischen Ökosysteme – gerade auch angesichts der globalen Krisen. Unsere Forschung findet nicht im Elfenbeinturm statt, sondern wir arbeiten mit vielen Menschen und Organisationen eng vor Ort zusammen“, so Schmitt.
Anmeldung:
Die Konferenz, die in den vergangenen Jahren unter anderem in Amsterdam, Budweis und Lissabon stattfand, richtet sich in erster Linie an die internationale Wissenschaftsgemeinschaft; eine Anmeldung zur Konferenzteilnahme ist noch bis einschließlich 13. Februar über die Konferenzwebseite möglich.
Hinweis für Journalistinnen und Journalisten:
Auf Anfrage besteht die Möglichkeit, kostenfrei an der Konferenz teilzunehmen, Gespräche mit Vortragenden zu führen und über aktuelle Forschung zu global relevanten Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zu berichten. Kontakt: ecte26@uni-passau.de
Die Veranstaltung wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Projektnummer 575853546.
Weitere Informationen zur Konferenz unter: https://gtoe2026-passau.de/index.html
